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Automatenstahl

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Automatenstähle sind Stähle, die für das Zerspanen (Drehen, Fräsen, Bohren) auf automatisierten Werkzeugmaschinen optimiert sind. Diese Eigenschaften werden durch das Legieren mit Blei oder Schwefel erreicht, die dazu führen, dass sich spröde Einschlüsse bilden, an denen die Späne brechen können.

  • Durch Legieren mit Blei entstehen feinverteilte heterogene Bleieinschlüsse im Stahl, an denen die Späne brechen können. Automatenstähle für sehr hohe Schnittgeschwindigkeiten werden mit Blei legiert. Da während des Legierens aus der Schmelze Bleidämpfe frei werden, werden entweder eine besondere Ausrüstung des Stahlwerks zum Absaugen und Abscheiden der Dämpfe oder besonders laxe Umwelt- und Arbeitsschutzbestimmungen benötigt, weil Blei auf Organismen toxisch wirkt. Deshalb werden bleilegierte Automatenstähle nicht mehr in großen Mengen hergestellt.
  • Durch Legieren mit Schwefel (ungefähr 0,25%) und Mangan können ähnliche Eigenschaften eingestellt werden, wie mit der Bleilegierung. Durch den Schwefelzusatz entstehen weiche, zeilenförmig ausgeprägte Mangansulfideinschlüsse im Stahl, an denen die Späne brechen.

Verwendet werden Automatenstähle insbesondere in der Serienfertigung auf Drehautomaten, Fräsmaschinen, Bohrwerken und kombinierten Bearbeitungszentren.

 

 

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